Trakte/ Graffiti

« Nachts gingen wir raus, um die Schilder der deutschen Armee abzureißen und zu zerstören, indem wird draufsprangen oder wir zerrissen die Plakate, die die Deutschen angebracht hatten.

Eine von Kollaborateuren herausgegebene Zeitschrift veröffentlichte die Fotografien derer, die sie als Verräter ansahen. General de Gaulle stand auf der Liste natürlich an oberer Stelle. Für mich war es die erste Fotografie der Person, der ich vom ersten Tag an folgen wollte und da ich Hobbyfotograf bin, habe ich sofort eine Kopie gemacht, die ich an meine Freunde verteilte. Ich habe in meinen Archiven einen schlecht gemachten Film aufbewahrt.

Ich hatte im Kaufhaus "Nouvelles Galeries" eine kleine Druckerei für Kinder gekauft, mit der ich einen Stempel anfertigen konnte, auf den ich diesen äußerst intellektuellen Satz schrieb:
« Nieder mit den Boches ». (Schimpfwort für die Deutschen). Mit einem Block Briefpapier, der in acht Teile geschnitten wurde, stellte ich etwa vierhundert Trakte her, auf deren Rückseite ich anhand eines aus einem Gummi gefertigten Stempels ein Lothringer Kreuz druckte. Ein Kamerad, der mir bei dieser Arbeit geholfen hat, kümmerte sich um die Verteilung der Trakte, indem er sehr früh morgens durch die Stadt fuhr und die Zettel unter seinem Umhang herausfallen ließ.»

André Rogerie in Jusqu'au bout de la résistance, FNDIR et UNADIF, Stock, 1997