Der Beginn eines spezifischen Gedenkens in Zusammenhang mit der Gaskammer

Das erste Mahnmal auf dem Friedhof von Cronenbourg

Am 16. September 1955 wird auf dem israelischen Friedhof von Straßburg-Cronenbourg eine Gedenkstätte für die 87 Juden eingerichtet, die in das Lager Natzweiler geschickt wurden, um dort für medizinische Experimente missbraucht zu werden. Die Überreste der Körper wurden bei der Befreiung in Rechtsmedizinischen Institut der Universität Freiburg gefunden und auf dem Friedhof von Cronenbourg beigesetzt.

Anbringung einer Tafel am Eingang des Gebäudes der Gaskammer

Am 28. Mai 1969, während die ehemaligen Deportierten Mantzer und Blazy an der Einrichtung eines Museums in einer der Baracken des Lagers arbeiten, beschließt die Exekutivkommission die Anbringung einer Tafel am Eingang des Gebäudes der Gaskammer. Sie trägt die Inschrift: "Ministerium der Kriegsveteranen und der Kriegsopfer, Gaskammer des ehemaligen Lagers Natzweiler-Struthof, denkmalgeschützt". Sie wird 1970 angebracht.

Die ersten Universitätsstudien

1985 wird die Erinnerung an die Juden und die medizinischen Experimente mit dem in den USA veröffentlichten Werk von Jean-Claude Pressac, The Struthof Album wieder geweckt, das anhand von Dokumenten zum ersten Mal die Nutzung der Gaskammer auf dem Struthof präzise beschreibt. Die französische Übersetzung: L’Album du Struthof : étude du gazage au Struthof de 86 juifs destinés à la constitution d’une collection de squelettes (Das Struthof-Album: Studie der Vergasung von 86 Juden zum Zweck der Bildung einer Knochensammlung) erscheint nur wenig später.

Die Veröffentlichung der kompletten Liste der jüdischen Opfer

Im August 2004 veröffentlicht der deutsche Historiker Dr. Hans Joachim Lang die Namensliste der 87 von Auschwitz überwiesenen Juden in seinem Werk, Die Namen der Nummern, wie es gelang, die 86 Opfer eines NS-Verbrechens zu identifizieren.

Die Einweihung der Namenstafel

Am 26. Juni 2005 weiht der Minister für Kriegsveteranen Hamlaoui Mekachera eine Tafel im Inneren des Gebäudes ein, auf dem die Name der 86 Juden verzeichnet sind, die im August 1943 im Rahmen der pseudomedizinischen Experiment des Professors Hirt von den Nazis vergast wurden.

Die Anerkennung dieses spezifischen Gedenkens in Straßburg

Schließlich wurde am 11. Dezember 2005 eine Gedenktafel für diese 86 Opfer des Professors Hirt im Anatomischen Institut der Medizinischen Fakultät von Straßburg angebracht Am gleichen Tag wurde eine neue Gedenkstätte mit den Namen der Opfer auf dem israelitischen Friedhof von Straßburg-Cronenbourg eingeweiht.