Der Appell

« Sicherlich ist die Perspektive, die sich uns bietet nicht sehr ermutigend: Wir werden mindestens eine Dreiviertelstunde fast reglos draußen stehen, so groß ist die Angst des Blockführers, dass wir nicht komplett und schnurgerade aufgereiht sind. (…).

Jeder Block reiht sich auf seinem Appellplatz auf. Das Ganze ist gespenstisch, vor allem am Morgen, denn der Appell findet nachts statt, damit wir bei Morgengrauen schon bei der Arbeit sein können (…).

Ein grandioses Schauspiel, aber es ist sehr kalt. In Erwartung des Appells stampfen alle mit den Füßen, einige reiben ihre Rücken aneinander, mit den Händen in den Taschen. Von Zeit zu Zeit fällt ein Schatten zu Boden. Es ist ein Gefangener, der ohnmächtig wird. Diese Wartezeiten während des Appells sind und werden immer unendlich und sehr anstrengend sein. »

André RAGOT