Das Straßenkommando

« Ich war dem Kommando zugeteilt, das die Straße zwischen dem Lager und dem Steinbruch anlegen sollte (...).

Das war eine echte Sträflingsarbeit. Straßen bauen, wenn Sand und Steine gefroren sind, Löcher in den Felsen oder den gefrorenen Boden graben, um Strommasten aufzustellen, alles und nichts zu transportieren, geschäftig sein oder wenigstens den Eindruck erwecken, um den Stockschlägen und Fußtritten der Kapos oder den Hundebissen der SS-Wachen zu entgehen: das war unser Alltag. Die Aktivitäten, die in größter Eile und ohne jeglichen Rentabilitätsgedanken durchgeführt wurden, sollten uns nur physisch erschöpfen. Es handelte sich darum, durch körperliche Aussortierung diejenigen zu bestimmen, die in den Produktionsstätten der Kriegsindustrie eingesetzt werden sollten.»

Roger BOULANGER