Das « Schubkarrenkommando » und der « Todesgraben »

« Bei unserer Ankunft lief entlang des Wegs nach unten ein Stacheldrahtzaun, der von Pfählen mit einer Höhe von dreißig Zentimetern gehalten wurde. Darauf befanden sich kleine, ebenso düstere Schilder: abgebildet war ein Totenkopf mit zwei sich kreuzenden Schienbeinknochen, das Emblem der SS (2).

Und man hatte uns gewarnt: "Wenn einer von euch über die Grenze kommt, wird seine Geste als Fluchtversuch angesehen und in diesem Fall hat die Wache den formellen Befehl, sofort zu schießen. Es ist eure Sache, aufzupassen!" ». Eine Warnung, die man sich nicht zweimal sagen lässt.

(…) Die NN vom Juli (…) arbeiteten oft in dieser Ecke, wo sie die große Terrasse bauten, die über und außerhalb des Camps liegt, und auf der die Baracken für die SS gebaut wurden. Dort wurden als Wallfahrtsstätte das Denkmal und die nationale Nekropole errichtet - auch ein Ort der Besinnung. Dort wurden im Juli-August 1943 einige französische NN umgebracht. Sie schoben eine Schubkarre oder trugen einen großen Stein auf diese Plattform, jemand stellte ihnen ein Bein oder schubste sie in den Rücken und sie rutschten den Abhang hinunter. Fluchtversuch, die Wache hat geschossen. Mitten ins Ziel. »

Eugène MARLOT

(2) Il s’agit de l’emblème des S.S. Totenkopf, « têtes de mort », affectés à la surveillance et l’administration des camps.
 
« Wir kamen vom anderen Ende des Lagers bis vor einen großen Hügel. Wir hatten Schubkarren. Wir hackten in den Boden, in die Steine. Wir luden alles in Schubkarren und schmissen es in den Graben, um eine Plattform zu bauen. »
Max NEVERS