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« Robert Schuman » Europatag

Anlässlich des Europatags am 9. Mai 2007 und des 50. Jahrestags der "Römischen Verträge" präsentiert das Centre Européen eine Ausstellung über einen der Gründerväter Europas, Robert SCHUMAN, die von den Archiven des Departements Moselle realisiert wurde.

In der Halle des Centre Européen vom 5. bis zum 13. Mai.
Ausstellung in französischer und deutscher Sprache.

Am 9. Mai empfängt das Centre Européen 120 Schüler aus den sechs Staaten, die damals die Römischen Verträge unterzeichnet haben.

« Pflanzen wir die Bäume der Erinnerung » europäische Tages des Kulturerbes

Anlässlich der 23. Tages des Kulturerbes hat das Centre Européen du Résistant Déporté ca. eintausend Besuchern angeboten, die Akteure einer lebendigen und geteilten Erinnerung zu sein, indem sie an der Animation "Pflanzen wir die Bäume der Erinnerung" teilnehmen, die unter der Schirmherrschaft von Marie José Chombart de Lauwe und Simone Gournay sowie Pierre Sudreau und Boris Pahor stand.

Die Besucher waren eingeladen, die Zeugnisse und Überlegungen großer Persönlichkeiten und anonymer Personen entgegenzunehmen und darauf zu antworten, indem sie selber einen Gedanken zur Wachsamkeit und Erinnerung auf einem stilisierten Baum hinterlassen. Trotz des Nebels und des Regens haben die Besucher oft gebeten, das Lager besuchen zu dürfen, bevor sie in das Centre Européen zurückkehrten, um ihren Gedanken Ausdruck zu verleihen. Ein Zeichen dafür, dass die Erhaltung dieser Gedenkstätte nicht nur für die Weitergabe der Geschichte wichtig ist, sondern auch für die Wahrnehmung der Rolle, die jeder von uns bei der Erziehung zur Wachsamkeit und zu bürgerlichem Denken spielt.

Auch wenn ein Großteil der Besucher aus Frankreich kommen, so hat das Centre Européen auch Vertreter der luxemburgischen Armee, belgische Lehrkräfte, Besucher aus Australien, Großbritannien, Kanada, Italien und der Schweiz, Schulgruppen aus Deutschland etc. empfangen.

Alle sind mit einem Samen eines Ginkgo biloba abgefahren, den sie einpflanzen werden. Wünschen wir uns, dass zahlreiche Bäume, Symbole der Widerstandskraft und der Langlebigkeit, groß werden mögen und von einer lebendigen und geteilten Erinnerung erzählen. Der lebende Baum, eine amerikanische Roteiche, die während der Tage des Kulturerbes in der Halle des Centre Européen ausgestellt war, wird auf der Anlage des Struthof eingepflanzt.

Ausstellung « Nacht und Nebel, Jean-Jacques Morvan »

Das Centre Européen du Résistant Déporté veranstaltet mit "Nacht und Nebel, Jean-Jacques Morvan" seine erste temporäre Ausstellung, seit es am 3. November 2005 vom Präsidenten der Republik eingeweiht wurde. Sie wurde in Zusammenarbeit mit dem Centre national Jean Moulin von Bordeaux (Verwahrer der Werke) und mit der Unterstützung der Association des amis de Jean-Jacques Morvan realisiert.

Dem Publikum werden 11 Gemälde und 12 Werke auf Papier aus der Sammlung des Centre national Jean Moulin sowie ein Videofilm präsentiert, in dem in der Ausstellung nicht gezeigte Werke vorgestellt werden.

Die Sammlung "Nuit et Brouillard"
Die Sammlung « Nuit et Brouillard » (Nacht und Nebel) besteht aus ca. 70 Werken: Gemälde, oft in sehr großen Formaten, aber auch Werke auf Papier (Kohle, Gouache, chinesische Tinte), drei Skulpturen, einer Medaille... Diese Werke entstanden zwischen 1945 und 1975, wobei die größte Schaffensperiode zwischen den Jahren 1972 und 1975 lag.

Jean-Jacques Morvan (1928-2005)
Der bretonische Schriftsteller, der eine Zeit lang in Saint-Jean-d'Angély in der Charente-Maritime Zuflucht gesucht hatte, war Mitglied der Hilfstruppen bei der Befreiung von Paris im Jahr 1944 und entschied sich in diesem Jahr, sich der Malerei zu widmen. 1945 meldet er sich im Lutetia in Paris freiwillig, um den Deportierten zu helfen, die aus den Lagern zurückkehrten.

Im Oktober 1945 wird er in der Kunsthochschule "École nationale supérieure des arts décoratifs" angenommen. 1951 wird ihm in Paris eine erste Ausstellung gewidmet. Er wird 1977 zum offiziellen Maler der Marine ernannt, nachdem er unter anderem in New York, Quebec, Mexiko und Tokyo ausgestellt hat. 1993 entsteht sein Gesicht von Jean Moulin aus Bronze und Marmor für das Denkmal in Orgon, auf der "Jean-Moulin-Straße" zwischen Saint-Andiol und Salon-de-Provence. Er wird zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannt.

Jean-Jacques Morvan stirbt im Jahr 2005, nur wenige Zeit, nach dem er seinem Wunsch Ausdruck verliehen hatte, dass seine Werke im Centre Européen du Résistant Déporté im Struthof gezeigt werden.

Weitere Informationen ...
Szenario: Pierre-Louis Faloci
Koordination und Konzeption: Verteidigungsministerium, allgemeines Sekretariat der Verwaltung: Claire Cameron - Referentin Struthof (SGA/DMPA), Valérie Drechsler, Direktorin des Centre Européen du Résistant Déporté, (SGA / DSPRS)
Realisierung des Videofilms: Verteidigungsministerium, SGA/DMPA, Jacques Robert
Vom 26. Juni bis zum 24. Dezember 2006, freier Eintritt, jeden Tag von 9.00 bis 18.00 Uhr.

Die Säule der Namen « Wir waren 52.000 »

Das Verteidigungsministerium (allgemeines Sekretariat der Verwaltung) stellt dem Publikum das Register der Deportierten des ehemaligen Konzentrationslagers von Natzweiler-Struthof zur Verfügung, das an einer interaktiven Säule konsultiert werden kann. Es handelt sich um das erste Exemplar ein solchen Säule, das in einem europäischen Konzentrationslager errichtet wurde.

Sie beinhaltet alle verfügbaren Informationen über die 52.000 Deportierten des Lagers (Name, Vorname, Matrikel, Kategorie, Nationalität, Datum der Ankunft im Lager, Herkunft...). Die Säule befindet sich im Modul, das den Deportierten des KL-Natzweiler innerhalb der renovierten Museumsbaracke im ehemaligen Konzentrationslager reserviert ist.

Die Direktion für Erinnerung, Kulturerbe und Archive hat diese interaktive Säule eingerichtet und sich dabei auf die Arbeit des Historikers Robert Steegmann gestützt, die dieser für seine Dissertation über den Struthof zusammengetragen hatte. Sie wurde in der Universität Marc Bloch in Straßburg am 13. Dezember 2003 auf der Grundlage der Archive des hiesigen und anderer Lager aber auch anhand von Zeugenaussagen verteidigt.

Diese Datenbank ist ein Arbeitsdokument. Die dort gespeicherten Informationen wurden ab 1993 gesammelt und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zusätzliche Informationen durch die Besucher können nach Überprüfung in das bestehende Dokument integriert werden.

Bibliographie:
R. Steegmann, Struthof, le KL-Natzweiler et ses kommandos : une nébuleuse concentrationnaire des deux côtés du Rhin 1941-1945, éd. La Nuée Bleue, Straßburg, 2005
R. Steegmann, Le Struthof KL-Natzweiler, Histoire d'un camp de concentration en Alsace annexée 1941-1945, Kaléidoscope,éd. La Nuée Bleue in Zusammenarbeit mit der DMPA, Straßburg, 2005

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