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Glossar

     

MAQUIS: Ein Großteil der Maquis liegen in schwer zugänglichen Wald- oder Berggebieten. Das erklärt auch, warum sie im Süden häufiger vertreten waren als im Norden. Die Gruppen von illegal lebenden Männern dienen in erster Linie als Unterschlupf für die Arbeitsdienst-Verweigerer und die Deserteure der Chantiers de Jeunesse.

Sie verbanden sich in der Folge mit der AS, der ORA und den FTP und nahmen im Frühjahr 1943 an Bedeutung zu. Im Frühjahr 1944 werden die Maquis von Glières (Savoyen), des Vercors (Dauphiné) und des Mont Mouchet (Auvergne), in denen tausende Männer versammelt sind, von den Alliierten durch Fallschirme mit Waffen versorgt. Sie sollen sich an der Befreiung Frankreichs beteiligen, insbesondere in dem sie die deutschen Truppen daran hindern, in die von den Alliierten befreiten Gebiete wie die Normandie zu gelangen.

TODESMARSCH: Den Namen gaben ihnen die Deportierten bei der Evakuierung der Lager durch die Nazis. Angesichts der seit dem Sommer 1944 im Westen und im Osten vorrückenden alliierten Truppen beschließen die SS, die nahe der Front liegenden Konzentrationslager zu evakuieren. Zu Fuß, in Lastwagen oder mit dem Zug werden die Deportierten auf endlose Reisen geschickt, ohne Essen, in der Kälte und im Schnee. Häufig werden die Schwächsten erschossen, wenn der Konvoi Halt machte.

MILICE: Miliz. Paramilitärische Organisation, die 1943 von Joseph Darnand gegründet wurde. Die Miliz jagt und bekämpft Widerständler, Juden und Arbeitsdienstverweigerer in Zusammenarbeit mit den deutschen Truppen.

MILITÄRBEFEHLSHABER: Deutsche Militärverwaltung. In allen von den Deutschen besetzten Gebieten wird ein Militärbefehlshaber eingesetzt. Der Militärbefehlshaber in Frankreich hat seinen Sitz im Hotel Majestic im Paris. Bis zum Sommer 1942 hat er auch die Befehlsgewalt über die Polizeioperation und bestimmt die Politik der Unterdrückung. Wenn die Attentäter nicht gefasst werden, lässt der MBF Geiseln hinrichten, die normalerweise aus den Gefängnissen oder Internierungslagern geholt werden. Ab dem 1. Juni 1942 werden die Polizeioperationen der SS anvertraut.

MISKA: Schüssel. Das russische Wort wurde in fast allen Lagern von den Deportierten aller Nationalitäten verwendet

MOI: Main-d'oeuvre Immigrée - Ausländische Arbeitskräfte. Eine Vorkriegsorganisation, die von den kommunistischen Partei eingerichtet wurde, um die Rechte der in Frankreich arbeitenden ausländischen Personen zu schützen. Sie überlebt als Bewegung innerhalb der von Vichy eingerichteten Arbeitslager und den Baustellen auf dem Land, die zahlreiche Arbeiter des TE (Travail étranger - ausländische Arbeiter) beschäftigen. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Widerstandsleitern gründet sie Maquis und FTP-Einheiten, sobald ihre Arbeiter von Inhaftierung oder Deportation bedroht sind.

MONT-VALERIEN: Die Festung des Mont-Valérien liegt in der Gemeinde Suresnes in der Nähe von Paris und wird von den Nazis zwischen 1940 und 1944 genutzt, um Widerstandskämpfer und Mitglieder der France Libre hinzurichten, die auf französischem Boden arbeiteten. Schon im Oktober 1945 trägt sich die provisorische Regierung Frankreichs mit dem Gedanken, dort ein Denkmal für die Kriegsopfer des Zweiten Weltkriegs zu errichten. Im November unterzeichnet General de Gaulle ein Dekret, mit dem eine nationale Subskription eröffnet wird. In der Nacht des 11. November werden die Überreste von 15 Militärs, Widerstandskämpfern und Freien Franzosen, die repräsentativ für alle zwischen 1939 und 1945 für Frankreich gefallenen Personen stehen, dorthin gebracht und in eine Kasematte gelegt, die als provisorische Gruft dient. Der General besuchte den Mont-Valérien an jedem 18. Juni aber die Arbeiten am Denkmal begannen erst nach seiner Rückkehr ins Amt im Mai 1958. In der Nacht vom 17. auf den 18. Juni 1960 wurden die 16 Leichname vor die von Schleiern verhüllten Hochreliefs gelegt. Anschließend wurden sie in der Krypta beigesetzt, deren Zugang sich in der Mitte der Maurer befindet. Seitdem findet die Zeremonie des 18. Juni, die vom Ordre de la Libération (Freiheitsorden) organisiert wird, vor dieser Gedenkstätte für das Kämpfende Frankreich statt.

MOUVEMENT DE RESISTANCE: Widerstandsbewegung. Die ersten Widerstandsbewegungen werden 1940 von Männern und Frauen aller politischen und sozialen Gruppen gebildet, die entschlossen sind, den Nazibesatzern Widerstand zu leisten. Sie kümmern sich um die Redaktion, Herausgabe und Verteilung von Zeitungen und Flugblättern, um den Geist des Widerstands zu verbreiten und organisieren patriotische Manifestationen.

MUR: Mouvements Unis de la Résistance -Vereinigte Bewegungen des Widerstandes. Die vereinte Widerstandsorganisation bestand aus drei Bewegungen der Südzone: Combat, Libération (Sud) und Franc-Tireur (Freischützen). Die MUR entstanden im Januar 1943 und sind das Ergebnis der Vereinigungsmissionen des Abgesandten von de Gaulle, Jean Moulin, in Frankreich.

MUSULMAN: Deportierter im letzten Stadium der Erschöpfung, am Ende seiner Kräfte, ausgezehrt.

MÜTZEN: Dieser Begriff bezeichnet die Kopfbedeckung der Deportierten.

MÜTZEN AB: Jedes Mal, wenn die Deportierten an Mitgliedern der SS vorbeigingen, mussten sie ihre Mützen abnehmen.

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