Startseite > Mediathek > Glossar > Glossar

Glossar

     

FASCI DI COMBATTIMENTO: Kampfbünde. Dieser Begriff bezeichnet die ersten Mitglieder der von Mussolini am 23. März 1919 in Mailand gegründeten faschistischen Bewegung. Im darauffolgenden Jahr zählen diese Bünde schon über 30.000 Mitglieder. Am Tag nach den Streiks der Aufständischen im Sommer 1920 tauchen die Squadri auf, bewaffnete faschistische Trupps, die sich den linken Organisationen gewaltsam entgegenstellen.

FORCES AERIENNES FRANCAISES LIBRES  (FAFL): Freie Französische Luftwaffe. Sie wurden am 7. Juni 1940 gegründet und zuerst von Admiral Muselier und dann von Oberst Valin befehligt. Sie zählten bis zu 3.000 Mitglieder. Die Jagdgruppen Normandie-Niemen und die Bombergruppe Lorraine gehören zu den bekanntesten.

FORCES FRANCAISES DE L'INTERIEUR (FFI): Französische Streitkräfte des Inneren. Offizielle Fusion des gesamten kämpfenden Widerstands (AS, ORA und FTP) in einer einzigen Militärorganisation unter der Führung von General Koenig. Die FFI werden Ende 1943 gegründet, die FFI-Chefs der Regionen und Departements werden aber erst im Frühjahr 1944 eingesetzt. In einigen Regionen des Südens erfolgt die praktische und strategische Fusion der Freischärler, des Maquis und der Kräfte der FTP erst im Juli oder August. Die Basiseinheiten bewahren immer noch eine große Individualität in der Führung und in der Vorgehensweise. Montgomery und Eisenhower erklärten, dass die FFI bei der Befreiung Frankreichs für die Alliierten den Wert von 10 bis 15 Divisionen hatten.

FORCES FRANCAISES LIBRES (FFL): Freie Französische Streitkräfte. General de Gaulle kündigt am 26. Juni 1940 in der Presse die Gründung der FFL an. Sie tragen zuerst den Namen Légion française (französische Legion) bevor sie im folgenden August dann Forces françaises libres umbenannt werden. Die ersten Mitglieder sind wenig zahlreich und es gibt nur wenige Offiziere. Die zweite Eintrittswelle erfolgt zum Zeitpunkt des Syrienfeldzugs im Jahr 1941; die dritte im November 1942, nach der Landung in Nordafrika. 1943 werden die FFL in die Befreiungsarmee integriert. Zu diesem Zeitpunkt zählen sie 60.000 Kämpfer, Marine und Luftwaffe inklusive.

FORCES NAVALES FRANCAISES LIBRES: Freie Französische Marine. Ab dem 1. Juli 1940 versucht Admiral Muselier - der am 29. Juni in London eingetroffen war, nachdem er in Gibraltar das Kommando über versprengte französische Schiffe und solche, die auf dem Weg nach London waren, übernommen hatte - eine Marine aufzubauen. Im südenglischen Portsmouth wird eine Marineschule eingerichtet, außerdem schickt er Schüler in die Schulen der Royal Navy. Ende 1940 befinden sich ca. 100 Offiziere und 3100 Seeleute aus der nationalen Marine, der Handelsmarine oder aus der Fischerei, wie die Fischer der Ile de Sein, im Kampf. Im März 1942 tritt Admiral Auboyneau die Nachfolge von Admiral Muselier an. Im Jahr 1943 zählt die FNFL 7000 Männer, ist in Afrika und in der Levante aktiv und nimmt auch an den verschiedenen Landungen an der Mittelmeerküste teil. Das Kommando der Marineschützen unter Kommandant Kieffer landet am 6. Juni 1944 in der Normandie.

FRANCE COMBATTANTE: Kämpfendes Frankreich. Ab Juli 1942 wird aus der France Libre (Freies Frankreich) die France combattante. Der Ausdruck France combattante findet sich das erste Mal in einer Rede von General de Gaulle von 14. Juli 1942. Ab dem 1. August 1942 wird das "Amtsblatt" Journal Officiel de la France Libre zum Journal Officiel de la France Combattante.

FRANCE LIBRE: Freies Frankreich. Die France Libre entstand am 18. Juni 1940. An diesem Tag sendet die BBC den Aufruf von General de Gaulle. Er verweigert den Waffenstillstand, um den Marschall Pétain Deutschland gebeten hatte. Am 22. Juni lädt de Gaulle als Antwort auf die Unterzeichnung des Waffenstillstands alle diejenigen, die frei bleiben wollen ein, ihm zu folgen und beendet seine Rede mit den Worten: "Es lebe das Freie Frankreich in Ehre und Unabhängigkeit".

FN: Front National: Eine 1941 von der Kommunistischen Partei Frankreichs gegründete Widerstandsbewegung, die in den beiden Zonen tätig war und sowohl kommunistischen als auch nichtkommunistischen Freiwilligen offen stand. 1944 waren mehrere Nichtkommunisten Mitglieder in den Führungsausschüssen. Es handelte sich um eine sowohl militärische als auch politische Bewegung, deren militärische Kraft in erster Linie auf den FTP beruhte und die schnelle und direkte Aktionen, darunter auch Angriffe auf einzelne deutsche Militärs bevorzugte. Die organisatorischen Verbindungen zur kommunistischen Partei setzten sich nach der Befreiung fort.

FRANCISQUE: Ein vom Marschall Pétain im Oktober 1941 geschaffener Orden, der in seiner Form an eine Doppelstreitaxt erinnerte. Er belohnte diejenigen, die seit Kriegsbeginn eine aktive Bindung an des Werk und die die Person des Marschalls gezeigt hatten. Bei Erhalt des Ordens musste der Empfänger einen Eid auf den Marschall ablegen. Der Orden wurde 1945 abgeschafft. Eine Liste der 2626 Träger wurde bei der Befreiung vom Staatsgerichtshof aufgestellt.

FRANQUISTEN: Dieser Begriff bezeichnet die Anhänger des Generals Franco. Nach dem Sieg der spanischen Republikaner bei den Parlamentswahlen im Dezember 1936 erheben sich spanische Militärs, an ihrer Spitze General Franco, in einer Garnison in Marokko. Diese Aufständischen, zu denen andere spanische Militärs stoßen, stürzen das Land in einen blutigen Bürgerkrieg. Im Januar 1939 besiegelt die Einnahme von Barcelona durch die Franquisten die Niederlage der Republikaner und zwingt sie, aus Spanien zu fliehen. Am 22. Mai 1939 paradieren die siegreichen franquistischen Truppen durch die Straßen von Madrid. General Franco richtet eine Diktatur ein, die bis zu seinem Tod 1975 andauert.

FRENTE POPULAR: Dieser Name bezeichnet die Koalition aus der Linken und extremen Linken, die im Februar 1936 die spanischen Parlamentswahlen gewonnen hatten. Es handelt sich um die Republikaner. Nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs bilden sie Regierungsmilizen, um die aufständischen Franquisten zu bekämpfen. Diese freiwilligen spanischen Republikaner werden manchmal auch Milizionäre genannt.

VATERLÄNDISCHE FRONT: Partei des österreichischen Kanzlers Schuschnigg, der nach dem Anschluss im März 1938 abgesetzt wurde.

FTP(F) : Francs-Tireurs et Partisans (français) - Freischützen und (französische) Partisanen. Die FTP wurden 1942 gegründet. Sie vereinen paramilitärische Gruppen (Organisations Spéciales, Jeunesses communistes, Main d’œuvre immigrée - MOI) und stehen unter dem Kommando von Charles Tillon. Die FTP ist sehr strukturiert und Anhänger von städtischen Guerillaoperationen und schneller Aktion. Sie organisieren Sabotagen und Attentate gegen die Besatzer. 1944 bilden die ORA, die AS und die FTP die Forces Françaises de l'Intérieur (FFI) unter dem Oberbefehlshaber General Koenig. Die FTP spielen in den Befreiungskämpfen der Regionen, in denen sie gut organisiert sind, eine große Rolle.

FÜHRER: In der Naziterminologie hatte dieser Begriff eine fast mystische Bedeutung. Allein genutzt, bezeichnet er immer Hitler selbst.

FÜNFUNDZWANZIG: Fünfundzwanzig... Schläge auf die Nieren. Man brauchte nur die Zahl zu nennen, dann wusste jeder Bescheid.

FUJP: Front Uni des Jeunesses Patriotiques oder Forces Unies de la Jeunesse Patriotique - Einheitsfront der patriotischen Jugend oder Einheitskräfte der patriotischen Jugend. Die Organisation entstand im Oktober 1943 aus einer Initiative der MUR, um die Jugend zur Unterstützung der Maquis-Gruppen und der FTP anzuhalten. In den meisten Regionen zeigt sie aber einen sehr unabhängigen und spontanen Charakter. Viele der Mitglieder sind ganz junge Leute, die später zum Maquis stoßen oder bei der Befreiung Bürgermilizen bilden. Flugblätter, die zum Widerstand gegen den Arbeitsdienst (STO) aufrufen, werden in einem Großteil der Städte des Südens von den FUJP-Gruppen verteilt. Sie organisieren auch Überfälle, um der STO-Unterlagen habhaft zu werden.

  Haut de page

Sommaire



logo du ministere de la défense