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Glossar

     

CDL: Comité Départemental de Libération (Befreiungskomitees der Departements). Sie wurden im Verlauf des zweiten Halbjahrs 1943 oder Anfang 1944 gegründet und wurden nach dem Modell des Conseil national de la Résistance (nationaler Widerstandsrat) aufgebaut. Sie spiegeln die politischen und gewerkschaftlichen Tendenzen in den Departements wider. Ihr Übergang in die Legalität verläuft nicht immer reibungslos. Sie müssen sich mit der neuen von der provisorischen Regierung der französischen Republik eingesetzten Autoritäten auseinandersetzen. Diese Komitees haben die Gemeinde- und Kantonswahlen im April / Mail 1945 nicht überlebt.

CFL: Corps francs de la Libération (Freikorps für die Befreiung). Die AS und die zu den MUR gehörenden Maquisgruppen fusionieren im Mai 1944 und bilden den CFL, eine Umorganisierung, die auf dem Terrain durch die strukturelle Abhängigkeit zahlreicher Maquis-Einheiten von der lokalen AS angekündigt wurde. Die offizielle Fusion schien allerdings die Anstrengungen derer neu zu beleben, die zu einer direkteren Aktion der Maquisgruppen vor dem D-Day aufriefen.

CFLN: Comité Français de Libération Nationale (Komitee für die nationale Befreiung). Das am 3. Juni 1943 gegründete CFLN ist der Nachfolger des französischen Nationalkomitees, das in London von de Gaulle gegründet worden war, und wird von den Generälen Giraud und de Gaulle gemeinsam geleitet. Ab dem Frühjahr 1944 übernimmt de Gaulle die alleinige Führung.

CGE: Comité général d'études (Allgemeines Komitee für Studien). Das im April 1942 von Jean Moulin gegründete CGE soll die Maßnahmen untersuchen, die bei der Befreiung getroffen werden müssen und Pläne und Projekte für politische, wirtschaftliche und administrative Reformen vorschlagen. Es untersteht dem Generalvertreter des Comité national français in Frankreich. Eines seiner bekanntesten Mitglieder ist der Professor François de Menthon, der 1945 zum französischen Generalstaatsanwalt am internationalen Militärgericht in Nürnberg bestimmt wird.

CLL: Comité local de libération (Lokales Befreiungskomitee). Diese Komitees werden auf die gleiche Art und Weise nominiert wie die Befreiungskomitees der Departements. Sie spielen die gleiche Rolle auf lokaler Ebene. Sie haben die Gemeindewahlen nach dem Krieg im April / Mail 1945 nicht überlebt.

CNR: Conseil National de la Résistance (Nationaler Widerstandsrat). Am 27. Mai 1943 findet in Paris die erste Versammlung des CNR unter der Leitung von Jean Moulin statt. An diesem Treffen nehmen Vertreter von 8 Widerstandsbewegungen (3 aus der Nordzone und 5 aus der Südzone), 6 politischen Parteien und 2 der wichtigsten Arbeitergewerkschaften teil. Nach der Verhaftung von Moulin in Caluire im Juni 1943 übernimmt Georges Bidault, Vertreter der christdemokratischen Partei démocrate populaire im CNR seine Nachfolge.

Das Programm des CNR, das im März 1944 verabschiedet wird, präzisiert die Aktionen anlässlich der Befreiung und zeichnet eine Skizze einer politischen Charta für die Nachkriegszeit, ein echtes Reformprogramm, um die Republik und die Demokratie auf gerechteren wirtschaftlichen und sozialen Grundlagen wieder aufzubauen.

COLLABORATIONISTE: siehe Kollaborateur.

COMITE NATIONAL FRANÇAIS: Das französische Nationalkomitee verfügt über einen regierungsänlichen Status und umfasst auf Grund der Umstände sowohl die Legislative aus auch die Exekutive. Es setzt sich aus 8 Nationalkommissaren zusammen, die über die Kompetenzen von Ministern verfügen. Sie wurden von General de Gaulle, dem Chef des Freien Frankreich nominiert und sind ihm gegenüber verantwortlich. Das Comité français de libération national (CFLN) und dann das Gouvernement provisoire de la République française (GPRF) sind seine Nachfolger.

COMMISSAIRES DE LA REPUBLIQUE: Die 20 ersten Kommissare der Republik werden am 3. Oktober 1943 vom CFLN noch vor der Verordnung vom 10. Januar 1944 über die Einsetzung regionaler Kommissare nominiert. Diese wird erst im Juli bekanntgegeben. Zu dieser Zeit versuchen die Alliierten eine Militärregierung in den "besetzten Gebieten" einzurichten. Der erste Kommissar in Frankreich ist François Coulet in der Normandie, der sofort nach der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 eingesetzt wird. Diese Kommissare, die über größere Amtsbefugnisse verfügten als die Präfekte, wurden im März 1946 wieder abgeschafft.

COMPAGNON DE LA LIBERATION: Der Ordre de la Libération (Orden der Libération) wurde am l6. November 1940 vom General de Gaulle gegründet. Seine Träger nennen sich Compagnon de la Libération (Kamerad der Befreiung). 1036 Personen, 18 militärische Einheiten und 5 französische Gemeinden haben das Kreuz dieses Widerstandsordens erhalten. Das Band dieser Auszeichnung, das aus einem Lothringer Kreuz auf einem Schwert besteht, ist schwarz - Zeichen der Trauer in Frankreich im Jahr 1940 - und grün. Diese Farbe steht für die Hoffnung in das Vaterland. Diese Auszeichnung wurde an die Männer und (6) Frauen verliehen, die sich bei der Befreiung Frankreichs und seines Kolonialreiches ausgezeichnet haben.

CORPS DES VOLONTAIRES FRANCAISES: Das Corps der Freiwilligen Französinnen wird am 7. November 1940 vom General de Gaulle gegründet. Zu diesem Zeitpunkt zählt es 26 Frauen. Seit Ende 1941 wird das Corps von Hélène Terré geleitet, dem ersten weiblichen Hauptmann der französischen Armee.

1943 sind es bereits 500, die Hilfspersonal an die freien Streitkräfte, die freie Marine und die freie französische Luftwaffe liefern. 1944 sind es über 3000 Frauen. In Algier wird aus diesem Corps die Armée féminine dans l'armée de terre (Frauenarmee im Heer - AFAT). Die Hauptmänner Dupont und Dumesnil werden der Leitung der weiblichen Freiwilligen zu Wasser und in der Luft zugeteilt.

CORPS EXPEDITIONNAIRE FRANÇAIS EN ITALIE: Im Sommer 1943 stellt General Juin das Corps expéditionnaire français en Italie (Französisches Expeditionskorps in Italien) zusammen, das an der Seite der englischen und amerikanischen Armee am Italienfeldzug teilnimmt. Dieses Korps besteht aus der 2. Division Marokkanischer Infanterie, der 3. Division Algerischer Infanterie, der 4. Marokkanischen Division sowie der 1. Freien Französischen Division und umfasst 200.000 Männer. Diese Truppen, in denen zahlreiche Männer aus dem französischen Kolonialreich kämpfen, zeichnen sich besonders am Monte Cassini und in Siena aus, das am 3. Juli 1944 befreit wird.

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