Welches ist die Rolle des Verteidigungsministeriums im Struthof?

Von 1945 bis 1948 diente das Camp als Gefängnis und unterstand zunächst dem Innenministerium, dann dem Justizministerium. Etwa 2500 deutsche Zivilpersonen, Männer, Frauen und Kinder, die in der Kampfzonen anwesend waren, wurden ab Januar 1945 interniert. Auch elsässische Bürger, die im Verdacht der Kollaboration standen, wurden hier gefangengehalten. Am 28. September 1949 übertrug der Ratspräsident bei der interministeriellen Kommission die Kontrolle des Lagers an das Ministerium für Kriegsveteranen und Kriegsopfer. Am 3. März 1950 beschloss die Nationale Kommission der Deportierten, Internierten und Widerstandskämpfer (Commission nationale des déportés, internés et résistants) einstimmig, auf dem Struthof eine nationale Nekropole einzurichten. Am 5. Mai 1957 wurde der Leichnam eines unbekannten Deportierten bei einer offiziellen Feier beigesetzt. Der Leichnam wurde dann bei der Nachtwache von der offiziellen Einweihung am 23. Juli 1960 in seine definitive Ruhestätte im Inneren der Gruft am Fuß der Gedenkstätte überführt. Das Ministerium der Kriegsveteranen übernahm die Verantwortung wie für alle nationalen Nekropolen aus den anderen Konflikten. Seit 1999 ist das Ministerium der Kriegsveteranen an das Verteidigungsministerium angeschlossen. Aus diesem Grund ist letzteres für die Verwaltung und die Instandhaltung der Anlage verantwortlich.