Ein nationales Komitee für die Errichtung eines Denkmals der Deportation auf dem Struthof wird durch ein Dekret von 13. Oktober 1953 geschaffen und soll die nationale Subskription für die Errichtung eines Monuments zu Ehren der Opfer der Deportation organisieren, die am gleichen Tag bekanntgegeben wird.
Die Exekutivkommission des nationalen Komitees wird durch das Dekret vom 2. Dezember 1954 geschaffen und hat die Aufgabe, alle notwendigen Maßnahmen zur Errichtung und anschließenden Instandhaltung zu ergreifen.
Zwischen 1961 und 1964 werden die die permanenten Aktivitäten der Kommission ausgesetzt.
Sie wird am 2. März 1964 vom Minister der Kriegsveteranen und Kriegsopfer Jean Sainteny (ehemaliger Chef des Alliance-Netzes in der Normandie) wieder aktiviert. Die Mitglieder werden per Dekret bestellt und zur Organisation der nationalen Feier im Juni konsultiert. Die Kommission trifft sich mehrmals pro Jahr und beteiligt sich an der Instandhaltung des Lagers, der Einrichtung eines Museums in einer der Baracken und lässt am Eingang des Lagers die Statue eines Gisants aufstellen.
Auch heute noch ist eine Exekutivkommission bestehend aus ehemaligen Widerstandskämpfern und Deportierten die moralische Autorität, die im Respekt der Geschichte und der Erinnerung über die Fortdauer des KL-Natzweiler wacht. Die Mitglieder der Kommission sind die Hüter der Erinnerung und achten darauf, dass den Besuchern die Geschichte des Lagers und das Gedenken an seine Opfer weitergegeben wird.