Das Monument des Père Lachaise

Das Monument Natzweiler-Struthof auf dem Friedhof des Père Lachaise

Bei der Befreiung wurde auf dem Friedhof des Père-Lachaise in Paris eine Parzelle dem Gedenken an die Deportation gewidmet. Bereits seit 1946 wird eine Urne mit Asche aus Auschwitz-Birkenau in einem Zenotaph auf dem Friedhof aufbewahrt. Nach und nach erhielten alle Lager ihr Denkmal. Das Denkmal des Lagers Natzweiler wurde als letztes errichtet, und am 20. November 2004 mit einer offiziellen Feier eingeweiht.

Die Form des Monuments aus rosa Granit der Vogesen erinnert an das von den Deportierten getragene Dreieck. Die Bronzeskulptur ist eine Kopie des Gisants, der 1973 vom Bildhauer Georges Halbout für das Lager Natzweiler gefertigt wurde. Dargestellt ist zum ein zum Skelett abgemagerter an Erschöpfung gestorbener Deportierter, eine Ausrottung durch die Arbeit. Die auf beiden Seiten des Gisants übereinandergestapelten Granitblöcke stehen auf der rechten Seite für die Terrassen, die in den Berghang gegraben wurden, um die Infrastruktur des Lagers anzulegen, auf der linken Seite für die zahlreichen sie verbindenden Treppen. Die Buchstaben NN, umgeben von einer Sternenkrone - Zeichen des Europarats - erinnern daran, dass hierher Tausende von Widerstandskämpfern mit "NN-Status" (Nacht und Nebel) aus ganz Europa gebracht wurden, die ohne Spuren zu hinterlassen in der Nacht und im Nebel verschwinden sollten.