1957-1960 : Die Einweihungszeremonien

Der Leichnam des unbekannten Deportierten

Am 5. Mai 1957 begannen mit der Beisetzung des Leichnams eines unbekannten Deportierten die Rückführung der Leichen der Franzosen, die überall in Europa in den Lagern gestorben waren sowie die Arbeiten am Denkmal, die im August 1958 abgeschlossen wurden. Der Bildhauer Lucien Fenaux, Träger des "Grand Prix de Rome", arbeitete bis Juli 1959 daran. Das 40 Meter hohe und aus dem Tal sichtbare Mahnmal zeigt eine Flamme und die abgemagerte Silhouette eines Deportierten.

Die Totenwache

Am 22. Juli 1960 wird bei der Totenwache vor der offiziellen Zeremonie der Leichnam des unbekannten Deportierten, Symbol für alle Opfer der Deportation, im Inneren der Gruft am Fuß des Mahnmals beigesetzt. Die Exekutivkommission beschließt, in der Gruft auch 14 Urnen mit symbolischer Erde oder der Asche von Unbekannten aus den Konzentrationslagern in Deutschland zu begraben. Auf der nationalen Nekropole liegen die Gräber von 1118 Franzosen und Französinnen, die während der Deportation im KL-Natzweiler oder einem anderen Lager gestorben sind.

Die Gedenktafel für die ausländischen Deportierten

Am selben Abend weiht der Minister Rémond Triboulet eine Stele zu Ehren der ausländischen Deportierten mit der Inschrift "Im Andenken an alle ausländischen Deportierten, die hier für die Freiheit gestorben sind" ein.

Die Gedenktafel für das Alliance-Netz

Schließlich wird eine Tafel enthüllt, mit der die 107 Mitglieder des Alliance-Netzes geehrt werden, die in der Nacht des 1. Septembers 1944 im Lager massakriert wurden. Diese Gedenktafel befindet sich jetzt neben dem Ofen in der Krematoriumsbaracke im unteren Teil des Lagers.

Die Einweihung des nationalen Mahnmals der Deportation

Am 23. Juli 1960 wird das Denkmal "Für die Märtyrer und Helden der Deportation" offiziell vom damaligen französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle, in Begleitung von ehemaligen deportierten Ministern eingeweiht: Edmond Michelet, Überlebender von Dachau und Pierre Sudreau, Überlebender von Buchenwald.