DIAPORAMA Das Museum des KL-Natzweiler | STRUTHOF

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Das Museum des KL-Natzweiler

     

Das erste Museum auf dem Struthof

Schon im Jahr 1960 beabsichtigte die Exekutivkommission des Struthof die Gründung eines Museums in der einzigen verbleibenden Schlafbaracke. Am 27. Juni 1965 eröffnete Jean Sainteny, Minister der Kriegsveteranen, am Tage der jährlichen Zeremonie die erste Ausstellung. Zahlreiche Originalgegenstände waren dort ausgestellt. Der Bestand setzte sich damals aus gesammelten Gegenständen und spontanen Gaben ehemaliger Deportierter zusammen.

Der Brand im Jahr 1976 und der Wiederaufbau des Museums

1976 wird das Museum Opfer krimineller Brandstiftung und verliert fast 95 % seiner Sammlung. Einige wenige Gegenstände werden aus den Trümmern gezogen und in der neuen Baracke untergebracht, die identisch wieder aufgebaut wurde. Das Museum war im Jahr 1979 erneut Opfer von Vandalismus. Darauf hin findet eine Ausstellung statt, die von Alfred Mantzer, einem ehemaligen Deportierten von Neuengamme und Paul Blasy, einem ehemaligen Deportierten von Dora in Zusammenarbeit mit Annick Burgard, einem Mitglied der Exekutivkommission realisiert wird. Die Ausstellung wird am 29. Juni 1980 von damaligen Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing eröffnet.

Das neue Museum des KL-Natzweiler

Parallel zur Gründung des Centre Européen wird das Museum völlig umstrukturiert und widmet sich von nun an ausschließlich der Geschichte des Konzentrationslagers Natzweiler und seinen Nebenlagern. Es wird im November 2005 für das Publikum geöffnet.

Zu Beginn zeigt der Film "Vom Struthof zum KL-Natzweiler" in einigen Minuten den Zustand der Anlage vor dem Krieg und dann ihre Umwandlung in ein Konzentrationslager. Eine Übereinanderlegung der Bilder der Vergangenheit auf die der aktuellen Überreste gibt dem Besucher das Gefühl, inmitten der Geschehnisse zu stehen, die sich vor 60 Jahren hier abgespielt haben.

Die Besucher entdecken dann den Aufbau des Lagers, seine Organisation, die Deportierten und ihr tägliches Leben, den Terror und den Tod als ständige Begleiter, die Nebenlager, die medizinischen Experimente, das Ende des Lagers, die Prozesse und die Erinnerung...

Die Ausstellung besteht aus einer Sammlung von Bildern, Dokumenten aus den Archiven, Originalgegenständen und Zeichnungen, insbesondere von Henri Gayot, einem deportierten Widerstandskämpfer. Ein Bereich ist der Darstellung des Inneren einer Baracke gewidmet, wie sie zur damaligen Zeit eingerichtet war. Im Juni 2006 wurde eine interaktive Säule eingeweiht, die Zugang zu den gesamten Informationen der in das Lager deportierten Personen ermöglicht.

Die Hölle des Lebens in einem Lager

Nach dem er das Museum verlassen hat, steht der Besucher den Überresten des Lagers gegenüber.

Auf einem der ehemaligen Appellplätze entdeckt er eine Tafel zum Gedenken an die ausländischen Deportierten, die im Lager gestorben sind und den Galgen. Er geht dann an der ehemaligen Küchenbaracke vorbei entlang der Todesschlucht zum Block des Kremationsofens und der medizinischen Experimente und zum Zellenblock. Auf diesem Platz zwischen zwei Gebäuden kamen die Deportierten an. Und dort begann die Hölle des Lebens in einem Lager.

Die Gaskammer, die außerhalb des Lagers gelegen ist, kann ebenfalls besucht werden.

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