« Man soll sich hinlegen und schlafen. «Drei pro Bett » so lautet der Befehl... Man schubst sich herum, man schreit sich an, man sammelt sich nach Nationalitäten. Man schmeißt den Eindringling raus, der einen unbedingt als Matratze benutzen will, während man es sich selbst auf dem Rücken eines wackeren Kameraden relativ bequem gemacht hat. Also drei pro Bett... Das ist möglich. Manchmal schläft man ganz gut... Nehmen wir an, es ist 21.30 Uhr. Alle haben sich theoretisch zusammengerottet, um zu schlafen. In der dritten Etage kriegt man keine Luft, in der ersten erfriert man fast... Lautes und störendes Schnarchen ertönt... Und der Kampf beginnt. Der Kampf des großen fetten Viehs... Man kratzt sich mit Leidenschaft und Ausdauer, um die Läuse, Flöhe und Wanzen zu vertreiben, mitfühlende Tierchen, die wir zu Hunderten mit uns herumtragen. »
Jacques SONGY, déporté français
« Wir gingen (...) zu den Waschbecken (...). Der Blockleiter zwang uns, mit nacktem Oberkörper und bis unter die Hüften nass dazustehen. Das Wasser war eiskalt und wer es nicht schnell genug zu den Waschbecken schaffte, wurde sofort danach mit dem Knüppel geschlagen (...), wir waren 140 Männer [im Block] und es war faktisch unmöglich, uns alle zur gleichen Zeit zu waschen ».
René FERON, französischer Deportierter, Mitglied der Bewegung Front National, verhaftet im November 1942, im Gefängnis von Fresnes gefangengehalten und dann nach Romainville verlegt. Er wird mit NN-Status mit dem Konvoi des 15. Juli 1943 in das Lager Natzweiler-Struthof verlegt und dann im Januar 1944 in das Nebenlager Lichterfelde gebracht, das vom KL-Oranienburg abhing.
