Die Deportierten

     

Ein erster Konvoi von 500 Deportierten aus dem KL-Dachau erreichte Neckarelz am 16. März 1944. Sie wurden in der Grundschule von Neckarelz einquartiert. Zuerst wurden sie gezwungen, die Schule in ein Konzentrationslager umzubauen, der Schulhof wurde zum Appellhof. Dann mussten sie die Gipsgrube von Obrigheim mit einem ungeheuren Arbeitsaufwand in eine Produktionseinheit umwandeln. Da die vorgesehene Frist nicht eingehalten werden konnte, wurden weitere Deportierte zur Verstärkung in das Nebenlager verlegt. Am 27. April 1944 traf ein Konvoi mit Deportierten aus Groß-Rosen in Neckarelz ein. Am 16. Mai kamen dann noch weitere 600 Deportierte aus Sachsenhausen und am 23. Juli ein Konvoi aus Dachau mit 1000 weiteren Männern. Da sich das Schulgebäude bald als zu klein erwies, wurde das ehemalige Lager des Reichsarbeitsdiensts in Neckarach in ein Lager für 1.200 Deportierte verwandelt.

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