Die Arbeit der Deportierten

     

Das Lager Neckarelz II (im ehemaligen Bahnhof, mit 1000 Deportierten) wurde Anfang August 1944 eingerichtet. Die Männer arbeiteten in zwei Schichten von jeweils 12 Stunden im unterirdischen Stollen. Die harte Arbeit, das nicht ausreichende Essen und die schlechten hygienischen Bedingungen führten zu zahlreichen Epidemien. Die Deportierten wurden auch für den Bau der Baracken der zivilen Arbeiter von Daimler-Benz eingesetzt. Ab September wurden die Nebenlager von Neckarbischofsheim und Asbach gebaut, in denen bis zum Kriegsende aber nur 100 bzw. 150 Deportierte untergebracht wurden. Andere Nebenlager von Neckarelz entstanden im Herbst 1944 in Bad Rappenau und Oberschefflenz. Im letzten Kriegsjahr arbeiteten ca. 4000 Deportierte am Umsiedlungsprojekt «A8 », die meisten stammten aus Frankreich, Polen oder Russland; insgesamt waren in den Lagern fast 20 Nationen vertreten.

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