Am 5. April 1945 wurde das Nebenlager Hessental auf Grund der näherrückenden Westfront evakuiert. Wenigstens 182 Deportierte waren bereits auf Grund des unzureichenden Essens, der Krankheiten und der Erschöpfung durch die Arbeit gestorben. Sie wurden in den Sammelgräbern des Judenfriedhofs von Schwäbisch Hall-Steinbach begraben. Unter der Leitung des SS-Untersturmführers Heinrich Wicker, der aus dem Lager Kochem gekommen war, wurden die noch lebenden Deportierten nach Dachau geschickt. Dieser Todesmarsch war von einer extremen Brutalität geprägt. So wurden die verwundeten oder erschöpften Deportierten, die nicht mehr folgen konnten, an Ort und Stelle erschlagen oder erschossen. Fast 150 Menschen kamen so ums Leben. Zu den Deportierten von Hessental stießen auch andere Deportierte der Nebenlager Kochendorf und Neckarelz.