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Das tägliche Leben der Deportierten

     

Die Deportierten wurden in einen Prozess der Zerstörung und der Entmenschlichung hineingezogen, der schließlich zum Tod führte. Die erste Prüfung nach ihrer Ankunft im Lager war der Appell. Wenigstens zweimal täglich zählten die SS die lebenden und toten Deportierten. Die Lebenden mussten bei jedem Wetter - Regen, Schnee, Wind oder großer Hitze - draußen warten, bis sie in ihre Baracken zurückgehen durften oder einem Arbeitskommando zugeteilt wurden. Sie waren unterernährt und der Hunger wurde zu einer Besessenheit. Am Ende neideten die Deportierten den Hunden der SS das Futter in deren Näpfen.

Als Zwangsarbeiter im Dienst des Dritten Reichs arbeiteten sie tagsüber von 6 bis 18 Uhr oder nachts von 18 bis 6 Uhr. Der Großteil arbeitete im Steinbruch, um dort Steine oder Schotter zu brechen. Ab dem Ende des Jahres 1942 mussten sie Flugzeugmotoren für die Luftwaffe reparieren. Mitte 1943 begannen die NN-Deportierten mit dem Bau des Kartoffelkellers, Codename eines halb unterirdischen Betongebäudes. Bis heute gibt es kein Dokument, das Auskunft über die vorgesehene Nutzung dieses Gebäudes gibt.

Vor dem Morgenappell wuschen sie sich oberflächlich an den in nur geringer Anzahl vorhandenen Waschbecken. Am Abend kehrten sie in ihre Blocks zurück, wo sie ihre magere Essensration erhielten und dann in zusammengepfercht in den mehrstöckigen Betten schliefen. Ihre einzige Verbindung mit der Außenwelt waren, für diejenigen die darauf Recht hatten, die seltenen Briefe oder Päckchen.

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Bildergalerie

  • STRUTHOF,Dessins déporté,GAYOT
    'Transport' - Stich von Henri Gayot, Deportierter des Lagers Natzweiler
    © Fonds André Gayot
STRUTHOF,Dessins déporté,GAYOT Struthof, Dessins déporté, GAYOT STRUTHOF,Dessins déporté,NAESS STRUTHOF,Dessins déporté,NAESS


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